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Gemeinsame Alarmübung der Wanfrieder Feuerwehren und des Deutschen Roten Kreuzes

Szenario:
Eine Gruppe von ca. 12 Personen hat sich zu einer Feier in der Schutzhütte oberhalb des Korshagen in Heldra getroffen. Ein plötzlich auftretender Sturm führte dazu, dass mehrere Bäume umstürzten. Ein Teil der Personen, die sich in ihre Fahrzeuge geflüchtet hatten, wurden durch die umstürzenden Bäume in den Fahrzeugen eingeklemmt und schwerst verletzt. Die anderen Personen waren in Panik in den Wald geflüchtet.

Übungsablauf:
Die Feuerwehren aus Heldra und Altenburschla wurden gegen 20:00 Uhr zur Beseitigung umgestürzter Bäume im Bereich am Korshagen alarmiert. Kaum an der Einsatzstelle eingetroffen, lief eine panische Frau auf die Einsatzkräfte zu und schrie etwas wie. „Hilfe Hilfe-Auto-Familie-Bäume-Eingeklemmt- schlimm Verletzt-Blut-Hilfe Hilfe Hilfe“
Eine Erkundung ergab, dass an der Schutzhütte 2 Autos standen die durch umgestürzte Bäume stark beschädigt waren. In den Fahrzeugen waren insgesamt 4 Erwachsene und ein Kleinkind eingeklemmt. Die Personen waren zum Teil nicht mehr ansprechbar. Im Bereich der Schutzhütte liefen noch weitere Verletze / Panische Personen herum und flüchteten teilweise in den angrenzenden Wald.
Durch den Einheitsführer wurde aufgrund der Lage die Alarmierung der restlichen Wanfrieder Feuerwehren sowie mehrerer Rettungswagen und Notärzten veranlasst. Ebenso wurde der ELW 2 des Werra-Meißner Kreises und die Führungsgruppe Technische Einsatzleitung bei der Leitstelle Werra Meißner angefordert.

Die Kräfte der Feuerwehren aus Heldra und Altenburschla begannen umgehend mit der Beseitigung der umgestürzten Bäume auf der Zufahrt zur Schutzhütte und auf den Fahrzeugen und betreuten die verletzten Personen in den Fahrzeugen. Nach einigen Minuten trafen die ersten Kräfte der restlichen Wanfrieder Feuerwehren an der Einsatzstelle ein. Das als erstes eintreffende Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Wanfried begann umgehend mit der Befreiung der eingeklemmten Personen in den Fahrzeugen (Das Wanfrieder LF 20/16 war zu dieser Zeit noch bei einem Realeinsatz gebunden). Die als nächstes eintreffenden Kräfte aus Wanfried übernahmen nach Vorgaben des mittlerweile eingetroffenen Notarztes Tim Pippart die Erstversorgung der Verletzten. Die Kräfte aus Aue und Völkershausen begannen mit der Suche nach weiteren verletzten Personen, die in den Wald geflüchtet waren.

Nach und nach trafen Kräfte des DRK aus den Bereitschaften Wanfried, Eschwege, Wehretal und Waldkappel ein. Durch die Kräfte des DRK wurde eine Verletztensammelstelle eingerichtet sowie die weitere Versorgung und der Abtransport der Verletzten in das „Krankenhaus Wanfried“ (Feuerwehrgerätehaus Wanfried) durchgeführt. Hierzu wurde eine eigene Einsatzleitung Rettungsdienst durch einen ELW des DRK aufgebaut. Zeitgleich wurde durch die Technikgruppe des DRK Reichensachsen am alten Sportplatz in Heldra ein geplanter Hubschrauber-Landeplatz ausgeleuchtet. Parallel richtete die SEG Betreuung aus Wanfried im Feuerwehrgerätehaus Wanfried eine Versorgungsstation ein, um die Einsatzkräfte mit Kochwürstchen und heißen und kalten Getränken zu versorgen.

Im Laufe des Einsatzes wurde im ELW 2 eine Gesamteinsatzleitung aufgebaut und die Aufteilung des Einsatzes in mehrere Einsatzabschnitte durchgeführt. Gegen 23:30 Uhr waren alle Verletzten versorgt und abtransportiert und alle beteiligten Kräfte begaben sich zur Versorgung ins Feuerwehrgerätehaus Wanfried.

Während sich die Einsatzkräfte stärken konnten, wurden durch Stadtbrandinspektor Beckmann und Bürgermeister Gebhard alle teilnehmenden Einheiten begrüßt. Bgm. Gebhard, der die Übung von Anfang an beobachtete, bedankte sich bei allen anwesenden Einsatzkräften für die gezeigten Leistungen und lobte die gute Zusammenarbeit. Ein besonderes Dankeschön ging an den Mimen-Trupp des DRK. Da er als Erster an der Einsatzstelle war und auch noch eine Feuerwehrjacke trug, wurde er durch eine Verletztendarstellerin sofort und intensiv um Hilfe gebeten, worauf er nur entgegnen konnte, dass er nur als Beobachter da sei und die richtige Hilfe gleich kommen würde.
StBi Beckmann bedankte sich ebenfalls bei allen Einsatzkräften für die gezeigte Leistung. Wie bei jeder Übung gab es Punkte, die gut waren und auch Schwächen, die entdeckt wurden. Man wird sich im Nachgang noch einmal zusammensetzen und diese Punkte im Einzelnen besprechen. Gegen 00:30 Uhr ging es dann für alle Einsatzkräfte wieder zurück nach Hause.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die Kameraden Levin Nitschke vom DRK und Oliver Fehrmann von der FF Wanfried für die Ausarbeitung und Organisation der Übung. Ebenso Dank an die Firma Heldra Agrar GmbH & Co. KG für die Genehmigung zur Nutzung der Biogasanlage als Stellfläche für die Einsatzfahrzeuge.

Weitere Bilder: siehe hier


 

   
© Feuerwhr Wanfried 2015