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Jugendfeuerwehr

Berufsfeuerwehrag 2016
24-Stunden-Übung am 15 /16.10.2016

 

Am 15.10.2016 traf sich die Jugendfeuerwehr Wanfried zur jährlichen 24-Stunden-Übung pünktlich um 16:00 Uhr im Feuerwehrhaus.

Schnell wurden die Schlafplätze eingerichtet. Die Kinder und Jugendlichen wussten, dass jederzeit der erste Einsatz kommen kann.

So geschah es auch. Um 16:58 Uhr ertönte der Gong über die Lautsprecher. Die Jugendfeuerwehrleute eilten in die Umkleide um sich für den Einsatz zu rüsten.

„H1 Tragehilfe Rettungsdienst“ war das Stichwort der Einsatzleitung. Es galt den Rettungsdienst zu Unterstützen bei der Rettung eines Patienten, der einen Stromunfall beim Wechseln einer Glühlampe erlitten hatte und dabei gestürzt ist.

So wurde die Schleifkorbtrage in Stellung gebracht und auf Kommando des Rettungsdienstes die Person das enge Treppenhaus runtergetragen und in den Rettungswagen verbracht.

Die benötigten Materialien wurden wieder Ordnungsgemäß in die Einsatzfahrzeuge verladen und der Rückweg zum Feuerwehrhaus angetreten.

Dort angekommen wurde sich um Schulungsraum versammelt um gemeinsam zu Abend zu essen.

Wie bei der Berufsfeuerwehr ertönte kurze Zeit später wieder der Alarm mit dem Alarmstichwort „H1Y – Personensuche“.

Bei Ankunft an der Einsatzstelle stand bereits der Einsatzleitwagen des DRK OV Hess. Lichtenau mit der Rettungshundestaffel Werra-Meißner mit sechs Suchhunden bereit und wartete auf den Löschzug der Jugendfeuerwehr.

Es galt fünf vermisste Personen in einem Radius von ca. zwei Kilometer zu finden. So wurden die Jugendfeuerwehrfrauen und -männer in Gruppen aufgeteilt und den Teams der Rettungshundestaffel zugewiesen.

Innerhalb von 90 Minuten wurden vier der fünf vermissten Personen von den Teams mit Flächensuchhunden gefunden und vom Rettungsdienst versorgt.

Die fünfte vermisste Person wurde von sogenannten Mantrailer-Hunden gesucht, da ein Kleidungsstück der Einsatzleitung vorlag. Diese wurde auch dank den Mantrailern zu Hause aufgefunden nachdem die Hunde direkt vor der Haustür, die mehrere Kilometer entfernt liegt, angeschlagen haben.

Alle Beteiligten waren sehr beeindruckt, wie koordiniert und Zielsicher die Hunde ihre Arbeit geleistet haben.

Nach dem erfolgreichen Einsatz hatten die Jugendlichen Freizeit im Feuerwehrhaus. Diese wurde mit Ausruhen oder Spielen genutzt, bevor um 23:30 Uhr der Alarm einging.

„F1 – Unklare Rauchentwicklung“ hieß es. Die Jugendlichen wissen, dass eine Unklare Rauchentwicklung alles Mögliche sein kann. So wurden die Fahrzeuge im Eiltempo besetzt. Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle -Grießgraben Wanfried- sah die Mannschaft eine Flammenentwicklung.

Koordiniertes Absitzen mit Einsatzbefehl und Gerät wurde sofort die Brandbekämpfung des Palettenhauses, welches im Vollbrand stand, eingeleitet. Nach kurzer Zeit konnte das Stichwort -Feuer Aus- gemeldet werden.

Bei Rückkehr waren alle von den rasch aufeinanderfolgenden Einsätzen erschöpft. So wurden die Feldbetten und Luftmatratzen belegt.

Um 05:30 Uhr schallte es durch das Feuerwehrhaus. Der Alarmgong ertönte mit dem Einsatzstichwort „H-Klemm-Y - Verkehrsunfall“ (Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person).

So wurden die Feuerwehrfahrzeuge wieder besetzt und sind zum Einsatz ausgerückt. Bei Eintreffen an der Einsatzstelle stellte sich heraus, dass ein PKW mit einem Traktor frontal zusammengestoßen war und die Insassen eingeklemmt waren.

Diese mussten in Verbindung mit dem Rettungsdienst mit hydraulischen Rettungsgeräten aus dem Fahrzeug befreit werden, damit die Personen weiter vom Rettungsdienst behandelt und ins Krankenhaus verbracht werden konnten.

Kaum vom Einsatz zurückgekehrt ertönte der Alarm erneut. Diesmal brannte ein Mülleimer an der Werra, der schnell gelöscht wurde.

Nach diesem Einsatz konnten man beim Frühstück wieder Kraft auftanken.

Direkt nach dem Frühstück ging es weiter mit Unterricht. Erste Hilfe stand auf dem Plan. Die Jugendlichen wurden vom DRK OV Wanfried in Verbindung mit dem DRK Rettungsdienst Eschwege geschult und die bereits vorhandenen Kenntnisse vertieft, bis während des Unterrichts der nächste Einsatz einging.

Auf einem Feld, nahe des Feuerwehrhauses brannte ein großer Heuballen, der im dichten Morgennebel von der Jugendfeuerwehr Wanfried zusammen mit einer Löschgruppe der Jugendfeuerwehr Aue, gelöscht wurde.

Auch hierbei unterstützte das Deutsche Rote Kreuz die Jugendlichen und standen wie bei einem Realeinsatz zur Absicherung mit an der Einsatzstelle in Bereitschaft.

Nach Rückkehr hieß es „Essen fassen“. Einige Frauen des Feuerwehrvereins Wanfried und diverse Betreuer bereiteten den Jugendlichen reichlich Nudeln mit leckerer Bolognese zu.

Zum krönenden Abschluss der 24-Stunden-Übung ging der letzte Alarm ein. „F3Y“ (Großbrand mit Menschenleben in Gefahr) bei der ehem. Firma Bode in der Celler Str.

Bei Ankunft war der Stadtbrandinspektor Benedikt Beckmann bereits mit seinem Stellvertreter Ulrich Schädler vor Ort, die kurz zuvor bereits eine Erkundung vorgenommen hatten. Nach kurzer Absprache mit den Fahrzeugführern der Jugendfeuerwehr Wanfried, Aue und Treffurt, die zur Unterstützung dazu kamen, wurde die Menschenrettung unter Atemschutz und anschließend die Brandbekämpfung eingeleitet.

Die geretteten wurden dem Rettungsdienst zur weiteren Behandlung und Transport in ein Krankenhaus übergeben.

Nach professionellem eingreifen der Jugendlichen konnte auch dieser Großeinsatz vor den Zuschauern erfolgreich beendet werden.

Anschließend fand man sich im Feuerwehrhaus Wanfried zu einem Gruppenfoto ein.

Nach fast 23 Stunden wurden die Geräte und das Feuerwehrhaus gereinigt und wiederhergerichtet.

Erschöpft aber glücklich und stolz auf die eigene Leistung gingen die Jugendlichen pünktlich um 16:00 Uhr nach Hause.

An dieser Stelle möchte ich mich rechtherzlich bei allen beteiligten und helfenden Händen bedanken, die eine solch erfolgreiche und vor allem umfangreiche 24-Stunden-Übung für die Kinder und Jugendlichen möglich gemacht haben.

Mein besonderer Dank geht an die Rettungshundestaffel Werra-Meißner mit ihren sehr gut ausgebildeten Hunden in Zusammenarbeit mit dem DRK OV Hess. Lichtenau und dem DRK Kreisverband Eschwege, der mit dem OV Wanfried und dem Rettungsdienst Eschwege an unseren Übungen teilgenommen hat. Ebenso geht mein besonderer Dank an die Jugendfeuerwehren Treffurt, Wanfried-Aue, den Stadtbrandinspektoren und Wehrführern die uns diese unvergessliche 24-Stunden-Übung möglich gemacht haben.

An dieser Stelle sei noch gesagt, dass Bilder und Impressionen auf unserer Homepage www.feuerwehr-wanfried.net und unserer Facebookseite „Jugendfeuerwehr Wanfried“ zu finden sind.

 

Bilder vom Berufsfeuerwehrtag 2012

 

 

Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Wanfried 2013

  

   
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